Diktaturüberwindung in Europa:
Neue nationale und transnationale Perspektiven
Akademie-Konferenz für den wissenschaftlichen Nachwuchs, 21.- 23.11. 2007, Heidelberg


Vom 21. bis zum 23. November 2007 findet in Heidelberg die dritte Konferenz des Akademie-Programms für den wissenschaftlichen Nachwuchs statt. Thema ist die "Diktaturüberwindung in Europa: Neue nationale und transnationale Perspektiven". Die diktatorische Vergangenheit Europas wird nicht länger nur national verhandelt: Zunehmend findet eine Auseinandersetzung um die Ge-schichte des Nationalsozialismus, des Faschismus und des Kommunismus auf transnationaler Ebene statt. Neue nationale und transnationale Perspektiven der Diktaturüberwindung, aktuelle Ent-wicklungen und Demarkationslinien sollen im Zuge der Tagung fokussiert und die theoretischen Grundlagen unterschiedlicher Erinnerungskulturen analysiert werden. Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften unterstützt die jungen Forscherinnen und Forscher finanziell und stellt ihnen ihre Infrastruktur zur Verfügung. Die Auswahl des Themas, die Planung des Programms und die Auswahl der Teilnehmer bleiben den jungen Wissenschaftlern freigestellt. Aufgefordert zur Bewerbung waren Gruppen von mindestens drei Forschern aus unterschiedlichen Fächern. Interdisziplinäre Forschung sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sind Hauptanliegen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften des Landes Baden-Württemberg. Mit ihren Nachwuchskonferenzen wendet sich sie sich an junge Forscher des gesamten universitären Fächerspektrums. Ziel der Initiative der Akademie der Wissenschaften ist es, jungenWissenschaftler-innen und Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, in eigener Regie und Verantwortung eine Konferenz zu organisieren. Mit diesen Konferenzen, von denen zunächst fünf vorgesehen sind, möchte die Akademie bewusst über den Rahmen der üblichen wissenschaftlichen Nachwuchsförderung hinausgreifen. Organisiert wird die Tagung vom Graduiertenkolleg zur Zeitgeschichte der Universität Heidelberg "Überwindung von Diktaturen und Aufbau von Zivilgesellschaften. Erfahrungen im west- und osteuropäischen Vergleich", das seit dem Frühjahr 2005 am Historischen Seminar der Universität Heidelberg besteht. Das Graduiertenkolleg wird vom Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützt und steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Edgar Wolfrum (Heidelberg) in Kooperation mit Prof. Dr. Carola Sachse(Wien).